Mittwoch, 31. August 2016

21.-22. August 2016: Saltoluakta bis Kvikkjok



In Saltoluakta verbringe ich noch einen gemütlichen Abend und treffe neben zwei Schweden, welche mit mir Abendessen noch Andrea und Martin, die den Kungsleden bis Kvikkjok joggen. Auf der Strecke bis Kvikkjok werde ich sie immer wieder treffen.

Der Abschnitt nach Kvikkjok ist sehr beliebt, da es immer Hütten hat. Es bleibt mir weiter unbegreiflich wieso die Leute so große Rucksäcke tragen, denn fast alle übernachten dann doch in den Hütten. Bis Kvikkjok könnte man eigentlich mit nichts als einer kleinen Wasserflasche und zwei Snickers laufen. Doch irgendwie trägt jeder gerne seinen halben Haushalt mit sich herum...

Um etwa halb zwei komme ich an einem großen See an. Das nächste Boot fährt erst um drei Uhr. Zeit für eine Pause. Ich treffe dabei ein Paar aus Tschechien, welches für einige Tage in den Sarek National Park geht. Ein interessantes Gebiet für eine weitere Tour in einem etwas anderen Stil als mein thru-hike Stil den ich momentan gehe.
Nach der Bootpassage geht es erstmal steil berghoch. Gegen Abend schlage ich mein Zelt auf einem Höhenzug, oberhalb der nächsten Hütte auf. Ich will an diesem Abend noch schnell auf den Skjerfe hoch. Schlussendlich wird es eine längere und kältere Tour als gedacht. Die Landschaft ist aber grandios. Vielleicht die beste des ganzen Trails. Auf den Rückweg treffe ich auf eine Rentierherde. Ich stelle fest, dass sie mich nicht bemerken und setze mich einfach hin. Einzelne Tiere kommen immer näher. Eines bis auf fünf oder sechs Meter. Mit dem Hintergrund des Talbodens ein tolles Foto.

Am nächsten Morgen gehe ich hinunter zur nächsten Hütte, wo ich wieder auf Andrea und Martin treffe. Sie laden mich noch ein mit Ihnen zu frühstücken bevor es auf das nächste Boot geht. Von ihnen erfahre ich auch das zwei Wanderer vor mir sind, die auch letztes Jahr den AT gelaufen sind. Ein Finne und ein Amerikaner. Ich bin gespannt wer das ist und wann ich sie einholen werde.

Der Weg wird nun etwas anders. Mehr im Wald als auf Hochebenen. Doch es läuft sich recht zügig. So treffe ich um die Mittagszeit bei der letzten Hütte vor Kvikkjok ein. Von zwei Wanderern die in die entgegengesetzte Richtung gehen, erfahre ich dass die beiden AT-Hiker nur noch etwa 1 1/2 bis 2 Stunden vor mir sind. Andrea und Martin treffe ich bei der Hütte auch noch.

Der Weg von dieser Hütte bis Kvikkjok ist dann sehr schlammig und rutschig. Ich frage mich schon wie es sein wird diese Strecke zu joggen. Es dauert dann auch recht lange bis mich die beiden Schweizer Jogger wieder einholen. Sie beklagen sich dann auch über den schlechten, rutschigen Trail. Unser Ziel ist es jetzt nur noch rechtzeitig zum Abendessen nach Kvikkjok zu kommen. Wir wissen alle nicht genau wie es dort gehandhabt wird. In Saltoluakta war es so das alle um 6 Uhr da sein mussten. Es wird also ein ziemliches Rennen bis Kvikkjok. Schlussendlich treffe ich um 17.45 Uhr ein. Doch das Rennen wäre eigentlich nicht nötig gewesen, da es ein normaler Restaurantbetrieb ist.
Doch das erste was ich sehe in Kvikkjok, sind die beiden AT-Hiker: Jani und Taylor.
Nach einem guten Abendessen mit Elch-Fleisch schlage ich dann im Dunkeln mein Zelt auf und schlafe tief und fest bis am nächsten Morgen.

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